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Informationen zum zukünftigen Gebührensystem des Abfallwirtschaftsunternehmens des Landkreises

23.07.2015

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Gebührensystem Behälterabfuhr 2016


Mehrbedarf:


Schon seit 4 Jahren werden die Ausgaben für die abfallwirtschaftlichen Leistungen nicht mehr durch die Einnahmen (Erlöse plus Abfallgebühren) gedeckt. Dieser Effekt konnte jedoch bisher durch noch vorhandene Rückstellungen aufgefangen werden. Zum Jah-resende 2015 werden diese Rückstellungen aufgebraucht sein. Erstmalig seit 1993 steht daher im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen eine Erhöhung der Abfallgebühren an. Bezogen auf das Gesamtgebührenaufkommen besteht ein Mehrbedarf von 5-7 %. Die endgültigen Gebührensätze werden im Herbst festgesetzt.


Nicht mehr alle Kosten auf die Restmülltonne gelegt:


Mit der anstehenden Erhöhung der Gebühren zum 1. Januar 2016 möchte das Abfall-wirtschaftsunternehmen von der reinen Restabfalltonnengebühr, in der unter anderem auch die Kosten für Bioabfall und Papier enthalten waren, auf ein leistungsabhängiges System umstellen, das für jede genutzte Restabfall-, Bio- und Papiertonne eine Gebühr verlangt. Die Abkehr von der nahezu vollständigen Kostenumlage über die graue Tonne soll die Gebührenerhebung stärker an der tatsächlichen Nutzung orientieren. Außerdem soll jeder zu einem sorgsameren Umgang mit bisher gebührenfreien Leistungen moti-viert werden, um das System auch langfristig zu stabilisieren. Gerechter ist ein solches System deshalb, weil die Kosten vom jeweiligen Verursacher bezahlt werden. Bisher hat beispielsweise ein Haushalt in einem Mehrfamilienhaus ohne Gartenanteil anteilig dafür mit gezahlt, dass von Haushalten im 1-2-Familienhausbereich mit großen Garten-grundstücken teilweise mehrere Biotonnen zur Entsorgung von Gras und Laub genutzt wurden.


Biotonne:


Die Biotonne wird mit einer eigenen Grundgebühr kostenpflichtig. Hierin sind die Kosten für Tonnenleasing, Tonnenleerung, und Behälterverwaltung bei den Gemeinden enthal-ten. Infolge des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes müssen Kunden, die nicht selbst kompostieren, eine Biotonne nehmen. Hintergrund des Gesetzgebers ist, dass die or-ganischen Materialien verwertet werden können. Vorteil für den Landkreis ist, dass die Kosten insgesamt niedriger gehalten werden, wenn kein Bioabfall im Restmüll landet.
Papiertonne:
Auch die Papiertonnen werden künftig mit einer geringen Grundgebühr für Tonnenlea-sing und Behälterverwaltung belegt, denn auch hier decken die Erlöse nicht mehr die Kosten. Die Problematik besteht darin, dass trotz starkem Behälterzuwachs immer we-niger Mengen gesammelt werden. Der Behälterzuwachs ist auch darauf zurückzufüh-ren, dass durch die gebührenfreie Abgabe nicht mehr benötigte Behälter nicht zurück-gegeben oder z.B. bei Umzug mitgenommen werden. Gleichzeitig sind die sinkenden Papiermengen ein europaweiter Effekt, verursacht vor allem durch verstärkte Nutzung des Online-Informationsangebotes (statt Zeitungskauf). Außerdem sinkt die Qualität der gesammelten Papierabfälle. Diese Punkte sowie sinkende Papiererlöse führen dazu, dass die Papierverwertung derzeit nicht kostendeckend betrieben werden kann. Die Gebühr auf die Papiertonne soll vor allem dazu dienen, die Kunden dazu anzuhalten, den Behälterbestand auf das notwendige Maß zu beschränken. Denn für den Landkreis fallen für jeden Behälter Leasinggebühr sowie Leerungskosten durch den Abfuhrunter-nehmer an – ob der Behälter zweckentsprechend als Papiertonne dient oder ungenutzt in der Garage steht oder als Streusandlager oder Regentonne „missbraucht“ wird.


Restmülltonne:


Die Restabfalltonnengebühr wird dann folglich die genannten Gebührenanteile für Bio-abfall und Papier nicht mehr enthalten. Jedoch werden weitere abfallwirtschaftliche Kos-ten wie zum Beispiel Nachsorge für Altdeponien, Wertstoffhöfe, Grüngut, Sperrmüll, Giftmobil usw. weiterhin über die Restabfalltonne mitfinanziert, so dass sich nur eine geringe Senkung der Restabfalltonnengebühr ergibt.
Zukünftige Gebührenmarken werden eine Nummer tragen, an der der Eigentümer er-kennbar ist. Während der Übergangszeit im Jahr 2016 gelten die Gebührenmarken von 2015 weiter. Bitte achten Sie während des Jahres darauf, ob diese noch lesbar sind und holen Sie sich bei Bedarf bei der Gemeinde einen neuen Aufkleber.
Das AWU wird künftig graue Restabfallbehälter bereitstellen. Kunden müssen dann die Restabfalltonne nicht mehr selber kaufen (und auch bei Materialermüdung nicht erset-zen), sondern können diese für maximal 3,-€ pro Jahr mieten.


Weitere Änderungen:


Es wird einen gebührenpflichtigen Liefer- und Abholservice für graue, grüne und braune Behälter (in einigen Städten/ Gemeinden bereits vorhanden) geben.
 

Rückfragen:


Gerne - WGV Abfallberatung, 08179 / 933-33 und-35; e-mail@wgv-quarzbichl.de